{"id":8,"date":"2008-11-21T17:30:05","date_gmt":"2008-11-21T16:30:05","guid":{"rendered":"http:\/\/schloss.wascut.de\/?page_id=8"},"modified":"2011-05-18T13:00:40","modified_gmt":"2011-05-18T12:00:40","slug":"die-geschichte-der-burgrittergutschlos-klevenow","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/schloss.wascut.de\/?page_id=8","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<p><b>1387<\/b><br \/>\nOrt und Burg Clevenow wird erstmals urkundlich erw\u00e4hnt. Burg Clevenow ist aus der ersten Generation von Steinburgen in Norddeutschland.<\/p>\n<p><b>1484<\/b><br \/>\n\u201ede Olde Hans von Wakenitz\u201c (wendischen Ursprungs), Hauptmann der Burg Grimmen und Voigt des pommerschen Grenzlandes Grimmen und Tribsees, vom pommerschen Herzog mit der Burg Clevenow (einer Wasserburg) belehnt.<\/p>\n<p><b>1503<\/b><br \/>\nDie Lehnsurkunde ist dann im Laufe der kommenden Jahrhunderte immer wieder in Wolgast best\u00e4tigt worden, so etwa durch den Herzog Bogislaw X. von Pommern.<\/p>\n<p><i>Stettiner document &#8220;Donnerstag in den Pfingsten&#8221;<br \/>\n&#8220;Old Hans tho Clevenow, Thomas, Junge Hans und Gerth, vedderen und br\u00f6dere de Wakenitze genomet mit ihrem Erbe und Lehen in den g\u00fctern Tressow, Kisow, Nigendorpe, Cernewanze, Wustenie, Czemmin, Golzlove, Parsowe und Clevenow&#8221;<\/i><\/p>\n<p><b>1618-1648<\/b><br \/>\nW\u00e4hrend des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges war Burg Clevenow stark umk\u00e4mpft.<\/p>\n<p><b>1627<\/b><br \/>\nCarl von Wakenitz nahm noch w\u00e4hrend des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges Erweiterungsbauten auf Klevenow vor. Eine Wetterfahne, die auf dem Dach stand, verwies bis in 20. Jahrhundert auf das Datum der Umbauten. Einen schmiedeeisernen Hahn darstellende Wetterfahne trug die Inschrift &#8220;C. von Wakenitz 1627&#8221;.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/schloss.wascut.de\/images\/zeit2.gif\" ALT=\"Schloss Klevenow\"><\/p>\n<p><b>1636<\/b><br \/>\nDie Kapelle, eine rechteckiger Fachwerkbau mit Mansardendach, wird erbaut mit dem Eingang an der Westseite. Im Inneren eine h\u00f6lzerne, mit Ranken und Engeln bemalte Tonnendecke, die Portalrahmung mit aufgelegten h\u00f6lzernen Pilastern und Giebelbekr\u00f6nung mit Wappen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/schloss.wascut.de\/images\/chapel2.jpg\" ALT=\"Altar im Kapelle\"><\/p>\n<p><b>1648<\/b><br \/>\nVorpommern geh\u00f6rt offiziell zu Schweden.<\/p>\n<p><b>1695<\/b><br \/>\nEine der schwedischen Matrikelkarten wurde \u00fcber Clevenow gezeichnet. Hier ist ein Auszug aus dieser Karte, die die Burg und die unmittelbare Umgebung zeigt. Der Burggraben, Barockgarten, eine Zeichnung der Burg mit zwei T\u00fcrmen und die Kapelle ist gezeigt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/schloss.wascut.de\/images\/1695.jpg\" ALT=\"Schwedishe matrikelkarte vom 1695\"><\/p>\n<p><b>Ende des 18. Jahrhunderts<\/b><br \/>\nAm Ende des 18. Jahrhunderts wurde ein Fideikommi\u00df durch Carls Urenkel Karl Franz Ludwig von Wakenitz in Klevenow eingerichtet. Es was ein Fideikommi\u00df mit der Ma\u00dfgabe, dass im falle des Aussterbens des mannestammes die Fideikommi\u00dfanwartschaft auf die Nachkommen seiner Tochter Emilie \u00fcbergehen sollte.<\/p>\n<p><b>1815<\/b><br \/>\nVorpommern wird an D\u00e4nemark abgetreten. Im gleichen Jahr kauft Preu\u00dfen Vorpommern und Herzogtum Lauenburg von D\u00e4nemark f\u00fcr 3,5 Millionen Taler.<\/p>\n<p><b>1816<\/b><br \/>\nEine Erbin der Wakenitz heiratet den schwedischen Obersten Carl Friedrich von der lancken (auf Boldevitz\/R\u00fcgen). Seit dieser Zeit f\u00fchrten die Besitzer von Klevenow den Doppelnamen von der Lancken-Wackenitz, und bieben im Besitz von Klevenow bis 1945.<\/p>\n<p><b>1835<\/b><br \/>\nDie Preu\u00dfen lassen eine Karte von der Gegend um Clevenow herstellen. Die Burg mit einem befestigten Wassergraben und die kapelle sind auf der Karte zu sehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/schloss.wascut.de\/images\/1835.jpg\" ALT=\"Prussische Karte vom 1835\"><\/p>\n<p><b>1848<\/b><br \/>\nDie noch innerhalb der alten Wehranlagen liegenden Wirtschaftsgeb\u00e4ude wurden durch eine Feuersbrunst vernichtet. Dies nahm Fritz Freiherr von der Lancken-Wackenitz zum Anla\u00df, weiter au\u00dferhalb einen neuzeitlichen, weitr\u00e4umigen Gutshof mit Angestellte- und Arbeiterh\u00e4usern, Schule und F\u00f6rsterei zu erbauen. Weiterhin lie\u00df er die W\u00e4lle abtragen und Burggr\u00e4ben zusch\u00fctten und legte mit gro\u00dfem gartenarchitektonischen Geschick um das alte Haus herum einen genau 60 Morgen gro\u00dfen Park an, in den er die Trebel, ausgedehnte Teiche und Weidefl\u00e4chen mit uralten Eichengruppen einbezog.<br \/>\nDie verbliebenen Reste der alten Burg wurden von dem Bauherren Freidrich von der Lancken-Wackenitz erneuert und mie einer neuen Fassade versehen. Dabei kamen die beiden vieleckigen T\u00fcrme spitze Zeltd\u00e4cher. Die schmalen Fenster der T\u00fcrme und die Fenster der Giebelseite des S\u00fcdfl\u00fcgels wurden spitzbogig ausgef\u00fchrt, und dieser Giebel wurde mit drei kleinen spitzen T\u00fcrmchen versehen. Nach Osten wurde ein zweiter Bauk\u00f6rper angef\u00fcgt. Die mittelalterlichen W\u00e4lle wurde eingeebnet und die versumpften Gr\u00e4ben zugesch\u00fcttet. Es wurden umfangreiche Arbeiten im 15 Hektar (oder 60 Morgen) gro\u00dfen Landschaftspark ausgef\u00fchrt. Die neu erbauten Stallugnen, Scheunen und Tagel\u00f6hnerwohnungen wurden in neogotischen Stil ausgef\u00fchrt.<\/p>\n<p><b>1858<\/b><br \/>\nFerdinand J\u00fchlke schrieb:<br \/>\n<i><br \/>\n\u201eClevenow ist ein h\u00f6chst anmuthiger Sitz, der mit seinen Anpflanzungen einen ausgezeichneten Bestand der seltensten und sch\u00f6nsten Holzarten darbietet&#8230;  \u00dcberall tritt uns hier die Natur in versch\u00f6nerter Weise entgegen und f\u00fchrt uns in gestaltreicher Mannigfaltigkeit Gruppierungen vor Augen, die der bildenden Gartenkunst in Farbton und Form der Belaubung als nachahmenswerthes Beispiel empfohlen zu werden verdient&#8230;\u201c<br \/>\n<\/i><\/p>\n<p><b>1862<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/schloss.wascut.de\/images\/1862.jpg\" ALT=\"Schloss Klevenow 1862\"><br \/>\nKlevenow nach der Renovierung.<\/p>\n<p><b>1887<\/b><br \/>\nDie Preu\u00dfen lassen noch eine Karte von der Gegend um Klevenow herstellen. Zu sehen sind Details des Schlosses Klevenow und der englische Garten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/schloss.wascut.de\/images\/1887.jpg\" ALT=\"Klevenow 1887\"><\/p>\n<p><b>1920er<\/b><br \/>\nMalte Freiherr von der Lancken-Wackenitz lie\u00df nach Beendigung des Ersten Weltkrieges einen Erweiterungs- und Umbau des Herrenhauses vornehmen, der unter Wahrung des historischen Gesamtbildes mehr an den neuzeitlichen Bed\u00fcrfnissen entsprechenden Raum schuf.<\/p>\n<p><b>1945<\/b><br \/>\nGut Klevenow und ca. 500 Hektar landwirtschaftlich genutztes Land werden von der Besatzungsmacht Russland \u00fcbernommen.<\/p>\n<p><b>1945 bis 2003<\/b><br \/>\nGut Klevenow wird von der Gemeinde genutzt als Wohnraum, Rathhaus, Schule, &#8220;Konsum&#8221;, \u00c4rtzepraxis, Jugendklub, usw. Zu Zeiten der Deutschen Demokratischen Republik war das Schloss denkmalgesch\u00fctzt, und diverse Instandhaltungsmassnahmen wurden durchgefuhrt. Der landwirtschaftliche Betrieb wurde als eine VEG (Volkseigene Gut) weiter gef\u00fchrt.<\/p>\n<p><b>2003<\/b><br \/>\nRobert und Steffen Knoop \u00fcbernehmen Schloss Klevenow, und fangen mit Renovierungsarbeiten an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1387 Ort und Burg Clevenow wird erstmals urkundlich erw\u00e4hnt. Burg Clevenow ist aus der ersten Generation von Steinburgen in Norddeutschland. 1484 \u201ede Olde Hans von Wakenitz\u201c (wendischen Ursprungs), Hauptmann der Burg Grimmen und Voigt des pommerschen Grenzlandes Grimmen und Tribsees, vom pommerschen Herzog mit der Burg Clevenow (einer Wasserburg) belehnt. 1503 Die Lehnsurkunde ist dann [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":3,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-8","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schloss.wascut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/8","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schloss.wascut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/schloss.wascut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schloss.wascut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schloss.wascut.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8"}],"version-history":[{"count":20,"href":"https:\/\/schloss.wascut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/8\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":149,"href":"https:\/\/schloss.wascut.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/8\/revisions\/149"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schloss.wascut.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}